Das Lachen der anderen

Zur Erklärung was Hr. S in der Firma mit "Mitarbeiter haben seit Jahren nicht mehr so viel gelacht..." meinte, vielleicht eine kleine Erganzug vorweg- ich hab dort nicht den clown gespielt, oder versucht im Mittelpunkt zu stehen. Er meinte eher den frischen Wind und die positive Ausstrahlung, die ich mitbrachte. Meine Kollegen dort in der Abteilung Q ( Qualität- Sicherung) werden nicht umsonst "Firmen Dinos" genannt. Sogar der riesige ficus benjaminus (Zimmerpflanzenbaum) war verstaubt... ich hatte immer das Gefühl, dort ticken die Uhren anders, fast alle mehr als 20 Jahre dort, damals noch unter anderer Leitung, die Firma war noch ein mittelständiges deutsches Unternehmen, das dann vom -nennen wir es "großes blaues E" aufgekauft und umstrukturiert wurde. Die haben Buchhaltung noch mit richtigen Büchern gelernt...tun sich schwer mit dem global business und dem amerikanischen Konzern Stil...was ich gut verstehen kann. Aber die Zeit bleibt nunmal nicht stehen und ich habe von anfang an versucht, mich einerseits zu integrieren, aber auch meinen Kollegen die neue Welt etwas näher zu bringen...stellt euch vor, Ihr sitzt seit 20 Jahren am selben Schreibtisch, macht seit 20 Jahren eigentlich das gleiche, wobei sich aber sowohl die Technik, als auch die ganze Firma um euch rum verändert hat. Sogar die Sprache hat sich für die meisten dort verändert und mal eben von deutsch auf business English umsteigen, ist ja auch nicht leicht. Jedenfalls hatten einige da ganz sicher vor Jahren schon den Zug verpasst, auf den sie hätten aufspringen können. Vielleicht aus Unfähigkeit, vielleicht aber auch aus Trotz... unkündbar, in Sicherheit, relativ nah an der Rente, da kann man sich das erlauben...leider auf Kosten des innerbetrieblichen Arbeitsklimas. Und dann kam Tiffy, keine Ahnung, wo sie dort gelandet war, keine Ahnung, was die wollten...aber mit einem Gehirn im Gepäck, das Zusammenhänge, Aufgaben und Anforderungen schnell erkennt... aber auch mit genug Ironie und Sarkasmus, um vor den DINOS bestehen zu können. Die dachten anfangs nämlich, sie hätten eine 0815 Praktikantin vor sich, die freiwillig um Versetzung betteln wird, wenn man sie nur lange genug ärgert...tja, leider habe ich denen einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Zum Glück, wie mir später von allen Seiten mitgeteilt wurde. Ich kann halt nicht ruhig und still vor mich hin meditieren, ohne zu arbeiten, ohne zu wissen, was ich tun soll...also hab ich sie bedrängt, befragt, genervt und bestimmt auch ab und zu überfordert, aber ich hab gewonnen!! Ich wusste wann ruhe und Konzentration angebracht war, aber auch wann es mal Zeit war, die Stimmung etwas aufzulockern. So habe ich mich nach zwei Wochen z.B. mal in einem sehr ernsten Ton darüber beschwert, das ich immer noch keinen Kaffee kochen durfte und auch das obligatorische Papier nachfüllen, wurde mir nicht gezeigt. Und das als Praktikantin...so ginge es ja nun nicht- Ich habe ein Recht auf Erfüllung von Klischees, das wurde dann über die gesamte Zeit hinweg zum running gag...denn ich durfte nie für einen meiner Kollegen Kaffee kochen, ich musste immer richtige Arbeit machen. Nur der Chef himself, bestellte ab und an eine Tasse kaffee bei mir, weil ich mit Abstand das beste Englisch dort spreche und er kaum deutsch, also war er froh, sich mal eine zeit lang normal unterhalten zu können. Smalltalk, gar nicht so leicht, wenn man immer im Kopf hat, das das Gegenüber eben noch mit siebenstelligen Euro werten um sich geschmissen hat, oder plant, mal wieder einen Teil der Firma, umzusiedeln... Monopoly spielen im real life. Ich erinnere mich auch noch an das " wir müssen mit Ihnen mal ein ernstes Wort reden" Gespräch... bei der Ansage hab ich erstmal Panik bekommen, weil es ja nichts gutes verheißt, in diesem Ton in einen Raum zitiert zu werden...mein Puls war über 180 und mir war kotz schlecht. Ich dachte echt, das war's..auch wenn ich nicht wusste was ich gemacht haben sollte, ich war mir sicher, die wollen mich los werden...Ich also in den Raum, zwei der 5 Kollegen saßen da...betont steif und mit strengem Blick- "So geht es nicht weiter- ist Dir klar, was du angerichtet hast?" Ich: "Nein, in keinster Weise, ich weiß nicht, was schief gelaufen ist, aber es tut mir leid, ich bin ja hier um zu lernen, sorry...was ist denn los?" In meinem Kopf ging es drunter und drüber, denn ich überlegte die ganze Zeit, was ich wohl angestellt hatte... Fehler mit SAP waren mir oft passiert, aber alles konnten die kollegen noch retten. Also ratterte mein Kopfkino...die haben mich auch extra lange zappeln lassen...bis Herr W. den Mund aufmachte "Frau Tiffany, so geht es nicht weiter, ich gucke mir das seit einer Weile an, aber jetzt muss ich mal was sagen---" der andere Kollege im Raum konnte sich da schon nicht mehr das Lachen verkneifen..."bitte tun sie mir, bzw uns allen einen Gefallen, arbeiten sie nicht so schnell. Erledigen sie ihre Aufgaben nicht so schnell, wir geben ihnen ja immer gerne was zu tun, aber sie fangen an, die Dinge so schnell zu erledigen, Aufträge so zeitnah auszuführen, das wir uns Sorgen machen müssen. Denn, sie sind in ein paar wochen erstmal wieder weg, die Statistik aber (Aufzeichnungen über die Produktivität der einzelnen Abteilungen-Amerikanisches Prinzip) haben sie bis dahin derart angehoben, das wir die Zahlen, welche dann von uns natürlich weiterhin erwartet werden, ohne sie kaum erreichen werden. Also bitte, nicht falsch verstehen, aber bitte lassen sie sich etwas mehr Zeit..."Ich musste erstmal, nachdem ich erleichtert ausgeatmet hatte, anfangen zu lachen...wie fies, mich da so zu veräppeln..."Tiffy, du musst das verstehen, für uns ist das auch neu, wir hatten noch nie eine Praktikantin wie dich, in den ganzen Jahren kam niemand hier an und arbeitete so wie du! Auch wenn wir am Anfang alle etwas kitisch und ob deiner Andersartigkeit skeptisch waren. Ich meine, wirklich still kannst du nicht länger als ne Stunde sitzen, du redest manchmal mit dir selber und machst komische Geräusche, aber du arbeitest, als wärst du quasi mit uns hier aufgewachsen, ohne den Respekt und die professionelle Distanz zu verlieren. Es sei denn, jemand fordert dich auf, diese abzulegen. Mr. David z.b. wollte sich schon beim chef über dich beschweren, weil er sich angeblich wegen dir nicht mehr konzentrieren könne, bis du eines Tages mit Kuchen angekommen bist und über die Trennwand hinweg gerufen hast, ob er dort hinter der Mauer nicht vielleicht mal echten Kuchen kosten will...2 dazu muss man wissen, das Mr. David aus dem dunkelsten Osten stammt, und als IT Speziallist für sehr viele Sachen verantwortlich war, immer nur im Stress und anfangs immer schlecht gelaunt... aber, Tiffy wäre nicht Tiffy, wenn sie nicht versucht hätte, mal hinter diesen komischen typ zu steigen, mal zu gucken, wer das ist. Und ich weiß, keiner hätte sich erlaubt solche derben Ossi Sprüche zu bringen, aber ich hab es drauf ankommen lassen. Die Aktion mit dem "echten Kuchen und dem echten Kaffee" hat jedenfalls das Eis gebrochen-hätte aber schwer nach hinten los gehen können, das weiß ich. Aus Mr. David wurde dann im Laufe der Zeit ein richtig guter Bekannter. Ich hab ihm ab und zu mal etwas geholfen denn ich hatte zwischendurch ja Zeit, denn ich durfte ja nicht so schnell arbeiten...also hab ich hier und da mal etwas Korrespondenz übernommen, etwas übersetzt, oder mal eine Excel Tabelle für ihn mit einem Diagram ergänzt. dafür hat er mir nach jedem Wochenende wo er "heeeme" gefahren ist, was aus dem Osten mitgebracht... ich finde solche Kleinigkeiten machen den Unterschied. Ich versuche mir immer selbst ein Bild von den Menschen zu machen, denn was mir jemand über eine andere Person erzählt, ist stest nur der subjektive Eindruck dritter, damit kann ich nichts anfangen. Allein schon, weil ich weiß, was wohl so man einer meiner Mitmenschen über mich berichten würde. aber, ich habe dieses Prinzip nur bei jenen versucht, die in meiner unmittelbaren umgebung gearbeitet haben, bei Mitarbeitern die mir fremd waren, oder wenn das Haus mal wieder voller Leute aus allen bereichen und aus aller Welt war, habe ich mich stets zurück gehalten und weder über abteilungsinterne noch über persönliche Dinge gesprochen. Sachliche Fragen musste ich natürlich beantworten, aber bei allem anderen kam von mir nur ein Satz: z.b. "Guten Tag Frau Tiffany, ich habe gehört sie sind hier Praktikantin, was haben sie denn bis jetzt alles gelernt?"----Ich: "Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ich bin nicht befugt über solche Themen Auskunft zu geben." und zack war mein Gegenüber völlig aus dem Konzept gebracht und im Hintergrund fielen die Kollegen vor Lachen vom Bürostuhl... darum also die Aussage von Herrn S bezüglich des Lachens seiner Mitarbeiter- ich habe etwas Leichtigkeit in diese staubige Welt zurück gebracht. Ohne das ich mich anbiedern musste, oder eine Schleimspur hinterlassen hätte. Ich bin wie ich bin und vor allem, hatte ich dort durch den Praktikanten Status natürlich einen ganz anderen Standpunkt. Das hat es mir leicht gemacht, etwas aus dem Rahmen zu fallen. Da mich dort aber jetzt jeder so kennt, wird es auch in Zukunft dann wohl nicht besonders schwer sein, mir einen Teil dieser Andersartigkeit zu bewahren. Ich bin authentisch, und zum Glück gehöre ich nicht zur Fraktion- Pausenclown kompensiert mangelnde Arbeitsmoral mit dummen Witzen (solche gibt es auch überall) sondern eher zur Fraktion- ok, die ist schon etwas anders, auch gewöhnungsbedürftig, aber die weiß worauf es ankommt. Ich kompensiere also eher meine außergewöhnliche Auffassungsgabe, Intelligenz und Schnelligkeit mit einer gewissen bekloppten-persönlichen Note. Und ich glaube, genau darum wurde ich in den Kreis der DINOS aufgenommen, ohne vom "großen blauen E" assimiliert zu werden... denn, eine dieser (ich habe sie immer liebevoll "the strangers from over the ocean" genannt oder the smoking-zombies ) könnte ich nie sein. Nur am lächeln, und irgendwie gruselig gehirngewaschen im Auftreten. Du redest mit jemandem und sofort merkst du AHA, DAS LICHT IST ZWAR AN; ABER ES IST KEINER ZU HAUSE....you know what I mean...? Der Job dort wäre wirklich der Jackpot, direkt Sachbearbeiterin...aber meine Seele kann und will ich dafür nicht verkaufen. Ich kann meine Arbeitskraft verkaufen, teile meines Gehirns quasi zur Verfügung stellen, aber Tiffy ist nicht käuflich...und diese Zombie Körperfresser werden es versuchen, das weiß ich. Denn, wer sich einmal in meinem Glanze sonnen durfte, wird dieses Gefühl nie vergessen und stest danach suchen, aber nirgendwo sonst finden. Ich kann nichts dafür, aber es ist wie es ist. ANGEBOT und NACHFRAGE....komm, wir spielen Monopoly!!!

1 Kommentar 26.8.16 03:05, kommentieren

Bring mich nach hause...

Wieder relativ viel Zeit verstrichen, wobei verstrichen klingt so bedeutungslos, doch die letzten Wochen und Monate waren genau das Gegenteil. Geschrieben hab ich nicht, weil ich nicht schreiben konnte. Es ging einfach nicht, weder hier noch Tagebuch, noch irgendwo anders. Ich muss schon so viel in der Akademie schreiben, ich hatte so viel zu tun, so viel um meine kleinen Ohren, das ich die wenige Freizeit die mir blieb nicht mit Schreiben verbringen konnte. Mein Praktikum bei dem Riesen-Konzern ist mittlerweile lange vorbei, ich wollte gar nicht mehr weg und sie wollten mich auch nicht mehr gehen lassen, aber mir fehlt ja noch eine Prüfung- kein Jobangebot der Welt könnte mich davon abhalten, erstmal alles ordentlich zu ende zu bringen. Sie halten mir den Schreibtisch warm, ich freue mich auf Mitte Oktober, dann bin ich nochmal für eine kurze Praktikumszeit dort, da hab ich dann die erste von den 3 Prüfungen hinter mir und darf wieder im "global business" mitspielen. Der Chef sagte mir im Juni zum Abschied: " You already know a lot to much about us, to let you go and spend your knowledge to anyone else" klingt schon etwas gruselig, oder? Mein Abteilungsleiter, einer der wenigen deutschen Führungskräfte, sagte mir bei der Übergabe meines Zeugnisses, das seine Mitarbeiter seit Jahren nicht mehr so viel gelacht haben, wie in der Zeit mit mir und das er hoffe, mich Anfang nächsten Jahres dann als Angestellte begrüßen zu dürfen... das ich zum zweiten Praktikum wiederkomme, wäre dann ja quasi nur ein kleiner Zwischenstopp... ich habe gesagt, das ich nach dem Prinzip ANGEBOT und NACHFRAGE solche Entscheidungen treffen werde. er wusste schon, was ich meine.Im Moment also erstmal die Tage in der Akademie überstehen... das schlimmste ist derzeit die Hitze, mein Gehirn läuft nicht wie gewohnt...für mich fast Folter, auch wenn das keiner bemerkt, weil ich immer noch weitaus mehr leiste, als der Durchschnitt, eigentlich könnte ich morgen alle Prüfungen hinter mich bringen, kein Problem, aber leider hat die IHK meinen Antrag abgelehnt :-( ich habe keine kaufmännische Berufserfahrung, meine bisherigen Leistungen wurden zwar gelobt, aber keine Chance, es schneller hinter mich zu bringen. Dabei würde ich so gerne endlich arbeiten, richtig Geld verdienen... aber Tiffy muss geduldig sein und brav zur Akademie gehen um dort die 10. Wiederholung in Themen wie marketing, WISO oder Zeitmanagement über mich ergehen zu lassen. Teilweise klinke ich mich aber echt aus und setz mich mit meinen Büchern alleine in einen Raum, derzeit immer an den PC, denn die Prüfung in 4 Wochen ist die EDV Prüfung und somit die wichtigste.Ich kann ganz gut mit MS word umgehen, aber es gibt so viele DIN 5008 Vorschriften, welche jenseits aller Logik sind, das ich da echt stupide auswendig lernen muss. Nicht mein Ding...ohne Logik dahinter tue ich mich schwer, aber ich könnte mir selbst nicht verzeihen, wenn ich durch das Missachten jener Regeln, bei der Prüfung Punkte verliere- auf keinen Fall!!! Dann kommt der Teil, wo ich in das Excel Universum eintauchen muss. Da dieses mist Programm leider genau anders rum, als mein gehirn denkt, muss ich mein eigenes logisches denken ausschalten und auf "autopilot" schalten können... d.h. Aufgabe lesen, nichts hinterfragen, Ergebnis orientiert arbeiten und die Funktionen in all ihren Feinheiten überblicken. Das klingt schrecklich trocken, oder? ist es auch...leider... aber machbar, solange ich nicht anfange, eine Fragestellung oder Inhalte zu hinterfragen...ich muss denen abliefern, was die haben wollen und nicht was ich vielleicht besser oder sinnvoller finde. Das ist nicht leicht für mich. während die meinsten aus meinem Kurs sich langsam aber sicher in eine Prüfungs Panik hinein steigern, mache ich mir eher Gedanken, wie ich die Zeit zwischen Ablauf der Prüfungszeit (werden 120 min sein wahrscheinlich) bis zum verlassen des Zimmers verbringen werde... man darf nämlich erst gehen, wenn alle Ihre blätter einzeln ausgedruckt haben, unter aufsicht mit ansage, und das Gremium die Prüflinge entlässt...man erzählte mir, das kann über ne stunde dauern...was bitte soll ich machen in der Zeit? Man darf ja nichts mit in den Raum nehmen, das wird hart. Bescheuert oder?Ich bin nicht geduldig genug, weder mit mir, noch mit anderen. Das hat sich eindeutig verändert, ich bin sehr ehrgeizig geworden, dadurch aber auch nicht mehr ganz so lieb und nett...schon gar nicht zur potentiellen späteren Konkurrenz. In dieser Geschäftswelt ist sich jeder selbst der nächste. Wir leben nun mal im Kapitalismus und nicht auf dem Ponyhof. Ich habe es erlebt in der Firma, ich erlebe es in der Akademie- mich muss nicht jeder mögen, und wer alles kann, muss alles machen- also ist NEIN sagen auch ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeitswelt geworden. Ich bin froh und dankbar, das ich diesen Weg gehen darf, das ich heraus finden durfte, wo meine eigentlichen Fähigkeiten hin gehören.Jemand sagte mal zu mir- Ich sehe dich ja auch eigentlich im kaufmännischen bereich, Du könntest den Leuten alles verkaufen- wie recht er hatte. Wobei ich nicht Produkte verkaufen will, derzeit liegt mein Fokus eher darin, das ich mich und meine Fähigkeiten mit Zahlen, Daten und Fakten zu jonglieren, richtig gut verkaufen kann.

26.8.16 01:19, kommentieren

Kraft zum wachsen...

In Kindertagen haben mir regelmäßig meine Beine schrecklich weh getan, diese Beinschmerzen quälten mich wirklich und es gab nichts, was dagegen helfen wollte. Wachstumsschmerzen, mit diesem Wort konnte ich als Kind rein gar nichts anfangen, aber vielleicht war dieser Schmerz damals so stark, weil ich nicht wachsen wollte.... wer weiß. Heute sind es nicht mehr die Knochen, welche weh tun. Heute schmerzt die Seele, wenn sie wachsen muss. Wenn sie Über-sich-hinaus wachsen muss. Ich bin immer wieder erstaunt, zu was ich mittlerweile fähig bin. Ich lasse mir längst nicht mehr alles gefallen. Es ist wichtig, neben dem ganzen sozial-emphatischen positiv Seins, sich auch durchsetzen zu können...das lerne ich mehr und mehr. ich wachse in eine Welt hinein, in ein berufliches Umfeld, wo man mit der sozialen Ader, nicht besonders weit kommt. Und weil ich ein klares Ziel vor Augen habe (mir von dem Kuchen ein ordentliches Stück sichern können) lerne ich, mich selber wichtiger zu nehmen als die zukünftigen Kollegen/Konkurrenten. Ich hab endlich etwas gefunden, was vom Kopf her, vom Denken her, mir und meinen Fähigkeiten entspricht, dafür musste ich auch hart kämpfen, allein. Also warum soll ich nun andere von meinem Kopf profitieren lassen, nur weil es ihnen nicht so leicht fällt. "kannst du mir das nochmal erklären? hast du Zeit mir das zu übersetzen?" NEIN NEIN NEIN.....mein Kopf ist Segen und Fluch, aber jetzt wo ich zumindest weiß, das ich in absehbarer Zeit damit beruflich einiges erreichen kann, hab ich aufgehört mich übermäßig um andere und deren Leistungen zu bemühen. Die soziale Ader fließt im privaten noch genug, im Job kann ich die nicht brauchen. Noch eine Woche, dann bin ich für 3 ganze Monate bei dieser riesigen Firma im Praktikum, dort bin ich bestimmt nicht gelandet, weil ich mich so hilfsbereit und aufopfernd um meine Mitbewerberinnen gekümmert habe, da hab ich einfach mal nur an mich gedacht. Dort wo andere 20 Bewerbungen raus geschickt haben, reichten mir 4, weil ich klar wusste, wo ich hin will und vor allem weil ich gelernt habe, mich unheimlich gut zu verkaufen. ich kenne mich so nicht wenn es um etwas völlig neues geht. Ich hab keine Ahnung, was genau dort auf mich zukommt, aber ich weiß, das ich sehr gut bin in dem, was lerne. Da darf die Seele auch mal etwas schmerzen, ich tue ja keinem weh. WACHSTUMSSCHMERZ...das zerbrechen der hülle, welche den geist umschloss...

2 Kommentare 19.2.16 20:47, kommentieren

Gewölle

So nennt man die hochgewürgten Reste, unverdauliche Teile denen man sich nur durch kotzen entledigen kann. Mir kommen imme rnoch Brocken vom alten Jahr wieder hoch. Ekelhafte Stücke der Vergangenen Monate. Alles das, was ich nicht verdauen, was ich noch nicht verarbeiten konnte. Da ist noch einiges, was mir tonnenschwer im Magen liegt und von dem ich mir wünschen würde, es wäre längst weg. Aber ich habe einfach viel zu viel in mich rein gefressen, viel zu viel runtergeschluckt, ohne zu kauen, ohne zu überlegen, was ich überhaupt noch vertrage. Also...selber Schuld. Kommt es halt jetzt stückweise hoch. Das Problem ist ja, das ich mir nicht einfach den Finger in den Hals stecken kann, sondern ich begebe mich in genau die Situationen, die ich gefressen hatte, bis ich merke das es mich schüttelt und schaudert. Erst dann weiß ich, es ist Zeit genau das raus zu kotzen. Aber das muss dann wohl so sein, scheinbar gibt es keinen anderen Weg. Also Augen zu und durch, Hauptsache ich achte darauf, das ich ansonsten nur mit schönen, gesunden Dingen gefüttert werde.

6.1.16 21:59, kommentieren

Stille Nacht...endlich Tür zu

Ich geh gleich schlafen, das hält ja keiner aus. Ich weiß nicht, warum sie mich dann doch jedes Jahr erwischt, diese emotions- Lawiene, nur weil Weihnachten ist. Schon komisch, denn so sehr ich moir auch vorgenommen habe, mich davon nicht beeindrucken zu lassen, sitze ich nun doch hier und bin traurig und allein, obwohl ich es nicht sein müsste. Oder vielleicht doch, weil ich nicht anders kann. Ich weiß einfach nicht wohin mit mir. Natürlich wird das schon wieder, die Traurigkeit bleibt meist nicht lange zu besuch, und ich gucke gleich "drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zum 320 sten mal, mindestens. Ich kann es auswendig, natürlich. Mir wäre heute nach Saufen, rauchen und ...whatever. Statt dessen gehe ich schlafen. Ich will immer das, was ich nicht haben kann und wenn ich es dann haben könnte, will ich es längst nicht mehr. Das Schicksal hat ein mieses timing.

1 Kommentar 24.12.15 19:18, kommentieren

Stimmung?

Ich kenn niemanden, der behauptet er sei in Weihnachtsstimmung... nicht ein einziger Mensch scheint emotional dabei zu sein. Das passiert zum ersten mal, sonst gab es immer jemanden, der nach und nach dann alle angesteckt hat.Diesmal nicht, es fällt aus. Mir egal. (an den unbekannten Kommentierer- schön, das sich jemand freut, auch wenn ich nicht weiß, wer-Danke)

2 Kommentare 21.12.15 19:36, kommentieren

Ich frag mich

Ob das Schicksal ein Spiel spielt, wie ein kleines Kind, das sich mit den Stofftieren Geschichten ausdenkt. So kommt es mir vor, ich fühl mich nicht gut dabei, weil es so scheint, als drehen um mich herum alle durch. Was ist los mit den Menschen? Das kann ja nicht nur an Weihnachten liegen, oder an dem allgemeinen Streß.Irgendwas stimmt nicht, irgendwas negatives verbreitet sich. Ich versuche mich davor zu schützen, doch um mich herum herrscht Chaos. Destruktive Stimmung, Gift für das sensible Wesen, welches ich nun mal bin.Und alles verändert sich, alles verdreht sich...wird zum Labyrinth des Seins. Und ein kleines Mädchen steht da und versteht nichts mehr. Es kennt den Weg nicht, aber früher war das Verlaufen nicht so schlimm, heute machen die Wege Angst. Immer, wenn ich denke, das ich richtig bin, ändert das Schicksal den Plan und wer eben noch mit mir ging, lässt meine Hand los und verschwindet in eine andere Richtung. Ich kenne die neuen Spielregeln nicht, alles hat sich verändert und ich kann nicht mehr tun, als mir selber zu vertrauen und weiter zu machen.Soll gehen, wer will. Im Endeffekt machen sie nur Platz für etwas neues. Ich will etwas das bleibt, losgelassen wurde ich schon oft genug. Und so nimmt das kleine Mädchen von damals, das große Mädchen von heute an die Hand und geht weiter. Manchmal ist es nicht leicht, anders zu sein

1 Kommentar 18.12.15 21:22, kommentieren

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